WifiLight – LED-Leuchtmittel in FHEM einbinden

In diesem Beitrag möchte ich euch gerne eine weitere Möglichkeit zeigen, Lampen in FHEM einzubinden. Um genauer zu sein, geht es in diesem Beitrag um einen RGBW-LED-Streifen. Ich werde euch zeigen, wie ihr diesen über den Controller LD382 in FHEM einbindet. Der Controller LD382, besser bekannt als „LED Magic UFO“, lässt sich in FHEM mit dem Modul WifiLight einbinden.

Neben dem hier erwähnten LD382-Controller, lassen sich mit dem Modul auch weitere LED-Leuchtmittel einbinden. Unteranderem werden Leuchtmittel von MiLight, IVY, sengled oder LW12 unterstützt. Für die MiLight-Lampen empfehle ich euch jedoch das eigenständige Modul „MiLight“. Mehr dazu in meinem Blogbeitrag.

allgemeine Definition

Bevor man mit der Definition beginnt, sollte man sich die aktuellste Version des WifiLight-Moduls herunterladen. Dies geht am einfachsten über die Kommandozeile:

Das MiLight-Modul lässt sich dann wie folgt definieren:

Wie man bereits an der Definition erkennt, muss bereits bei der Definition der Leuchtmitteltyp angegeben werden. Gemeint ist hiermit, ob es sich um einen einfachen RGB-Leuchtmittel handelt oder um ein RGBW-Leuchtmittel, also ein Leuchtmittel, welches extra weiße LEDs besitzt und die Farbe nicht durch Mischen erzeugt. Je nach Leuchtmittel kann es auch zusätzliche Leuchtmitteltypen geben. Wie zum Beispiel RGBW1 und RGBW2 bei den MiLight-Lampen. Mehr dazu im FHEM-Wiki.

Mit dem zweiten Parameter („bridgetyp“) wird der eigentliche Typ des Controllers angegeben – LW12, LW12HX, LD382, LD316 etc..

In diesem Beitrag werde ich erklären, wie sich der Controller LD382 in FHEM einbinden lässt. Die Einbindung anderer Controller lässt sich jedoch auf ähnliche Weise durchführen. Einfach entsprechend den Leuchtmittel- und bridgetyp entsprechend anpassen.

LD382 – LED Magic UFO

Der LD382 LED Magic UFO-Controller ist ein LED-Controller für RGB(W)-LED-Streifen. In der FHEM-Community ist er auch bekannt als „LED Magic UFO“ oder einfach nur als „UFO“. Das sogenannte „UFO“ ist relativ günstig in der Anschaffung und lässt sich einfach ins eigene Netzwerk einbinden. Es handelt sich zwar um ein typisches „China-Produkt“, die Verarbeitung ist jedoch dem Preis entsprechend gut.

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Der passende LED-Streifen

Mit diesem Controller lassen sich sowohl RGBW-Streifen als auch einfache RGB-Streifen steuern. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Streifen einen gemeinsamen Plus-Pol besitzt.

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Die maximale Länge (ohne zusätzliche Verstärker) ist begrenzt durch die maximale Leistung des Controllers. Der Hersteller gibt diese mit 96W an. Das ergibt bei 12V Eingangsspannung 2A pro Kanal bei vier Kanälen (rot, grün, blau, weiß). Geht man von einem Stromverbrauch von maximal 20mA pro LED (Farbe) aus, so sind maximal 100 LEDs pro Kanal erlaubt.

Es lassen sich natürlich auch mehr LEDs betreiben. Man sollte jedoch die maximale Eingangsleistung (max. 96W) nicht übertreffen. Verwendet man nun doch mehr als 100 Leds pro Kanal, kann es zu Helligkeitseinbüßen kommen.

Das passende Netzteil

Die externe Spannungsversorgung kann entweder über zwei Schraubklemmen oder über eine 2,5mm-Anschluss eingespeist werden. Der Controller lässt sich mit einer Versorgungsspannung von 12V bis 24V betreiben.

Da ich noch ein Schaltnetzteil rumliegen hatte, habe ich mir für den Weg über die zwei Schraubklemmen entschieden.

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Da man bei diesem Schaltnetzteil jedoch auch die 230V-Zuleitung über offenliegende Schraubklemmen anschließt, ist diese Variante nur etwas für ausgebildete Fachkräfte. Für den Hobby-Anwendet empfehle ich die Variante über den 2,5mm-Anschluss. Ein handelsübliches Netzteil mit 2,5mm-Anschluss und 12V Ausgangsspannung gibt es bereits zu Hauf im Internet.

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Das Netzteil muss natürlich der gewünschten Leitungslänge angepasst werden. Ein Leistungsstärkeres Netzteil (max. 96 Watt) geht natürlich immer.

Anschluss des LED-Streifens

Der LED-Controller stellt für den Anschluss des LED-Streifens sechs Schraubklemmen zur Verfügung. Zwei für den Plus-Pol des Streifens, drei für GND der Fabre rot, grün, blau und ein GND-Anschluss für die Farbe weiß.

In einigen Foren-Beiträge habe ich gelesen, dass die Beschriftung der Anschlüsse nicht der Realität entspricht. Bei mir war dies jedoch nicht der Fall. Ich habe demnach den Anschluss „R“ mit dem Lötpad „R“ vom Streifen verbunden usw. Die spätere Farbeinstellung hat mit der eigentlichen Farbe des Streifen übereingestimmt. Solltet ihr also später bemerken, dass zum Beispiel anstatt Rot die Farbe Blau dargestellt wird, einfach mal die Anschlussbelegung überprüfen.

manuelle Ersteinrichtung über die APP

Der Controller lässt sich natürlich auch ohne FHEM steuern. Möglich macht dies die App „Magic Home WiFi“.

Magic Home WiFi
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Neben dem Steuern des Controllers, wird die App auch für die Ersteinrichtung benötigt.

Nachdem man den LED-Streifen und die Spannungsversorgung an das „UFO“ angeschlossen hat, beginnt es ein eigenes WLAN-Netzwerk aufzubauen. In meinem Fall eines mit dem Namen „LEDnet5F6E18“

Hat man sich mit diesem Verbunden hat, kann man mit der oben genannte App die Ersteinrichtung starten. Im Normalfall öffnet sich der Einrichtungsprozess automatisch.

Sollte anstelle des Einrichtungsmenüs die Auflistung des Controllers angezeigt werden, lässt sich der Einrichtungsvorgang auch über die Einstellungen starten. Dazu einfach über das Zahnrad oben links die Einstellungen öffnen.

Nun kann der Controller über „Mit Netzwerk verbinden“ ins eigene Netzwerk eingebunden werden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass man auf den gefunden Controller klickt und den Schieberegler bei „Mit Drathlosnetzwerk verbinden“ aktiviert.

Der Controller beginnt nun mit der Suche nach vorhandenen Netzwerken. Nach der Eingabe des Netzwerkschlüssels wird der Controller neu gestartet und befindet sich nun im eigenen Netzwerk. Der LED-Streifen kann nun bereits über die App gesteuert werden. Es stehen unterschiedliche Modi zu Verfügung. Einfach ein bisschen experimentieren.

automatische Ersteinrichtung über WPS

Wer sich den Umweg über die App ersparen möchte, kann den Controller auch über WPS ins eigene Heimnetz einbinden. Dafür einfach auf eurem Router WPS aktivieren (Push-Button Methode) und anschließend den Button in der Mitte vom Controller drücken. Der Controller befindet sich nun im eigenen Heimnetz und kann über die App gesteuert werden.

ACHTUNG: Aus Sicherheitsgründen solltet ihr WPS nach dem Einrichten wieder deaktivieren. Dauerhaft aktiviertes WPS stellt ein großes Sicherheitsrisiko dar.

Definition in FHEM

Wie oben bereits erwähnt, lassen sich mit dem MiLight-Modul eine Vielzahl an Controller-Typen einbinden. Im folgenden erkläre ich euch die Einbindung des Controllers LD382.

Ältere Versionen des LD382 werden ggf. über den „bridgetyp“ LD382 eingebunden. Die IP-Adresse ist entsprechend anzupassen. Sollte man „nur“ ein RGB-Streifen verweden, dann entsprechend RGBW zu RGB ändern.

Nachdem der Controller in FHEM eingebunden wurde, kann man über ein set-Befehl die gewünschte Farbe einstellen. Die Farbe wird dabei als HEX-Wert übergeben.

RRGGBB muss dabei durch einen gültigen Farbwert ausgetauscht werden. Für ein Rot zum Beispiel:

Wer mit den HEX-Werten nicht gut zurecht kommt, kann durch ein Attribut ein RGB-Farbfeld hinzufügen, welches die Farbauswahl vereinfacht.

Nun kann die Farbe über das Eingabefeld innerhalb des „DeviceOverview“ mit einem Farbfeld ausgewählt werden.

 

Nachdem der Controller in FHEM eingebunden wurde, kann man sich daran machen, die nun über FHEM steuerbare LED-Leiste weiter ins smarte Zuhause einbinden. Sei es zum Beispiel sie mit weiteren LED-Lampen zu koppeln oder sie als Anzeige für eingehende Anrufe zu verwenden. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

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3 Kommentare auf "WifiLight – LED-Leuchtmittel in FHEM einbinden"

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Guido
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Guido

define LEDLeiste LD382A RGBW LD382A:192.168.2.102

und das funktioniert so? weiter oben schreibst du noch:

Das MiLight-Modul lässt sich dann wie folgt definieren:

define <name> WifiLight <Leuchtmitteltyp> <bridgetyp>:<IP|FQDN>

Guido
Gast
Guido

Passiert, wir sind zum Glück keine Maschinen. Dein Beitrag hat mir bei der Kaufentscheidung einer LED Steuerung weiter geholfen und ich bin mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Mach weiter so!! Grüsse

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