Nützliche Befehle für den Raspberry

Seit dem ich mich mit dem Raspberry beschäftige, sind mir immer wieder wichtige und nützliche Befehle über den Weg gelaufen. In diesem Beitrag möchte ich gerne wichtige und häufig gebrauchte Befehle zusammentragen und erklären. Ich hoffe damit einigen unter euch helfen zu können.

Allgemeine Befehle:

Konfigurationsbildschirm:             sudo raspi-config

Mit diesem Befehl gelangt man in das „graphisches“ Konfigurationsmenü des Raspberrys. Dieses Menü ist dazu da allgemeine Einstellungen des Raspberrys zu ändern. Sei es das Tastaturlayout, die Zeitzone oder das Ändern vom Benutzerpasswort. Aber auch tiefergehende Einstellungen lassen sich hier vornehmen. Wie zum Beispiel das Aktivieren der SSH Verbindung, Erweitern des Dateisystems oder das Übertackten des Systems. Man merkt schon, hier lässt sich viel Einstellen, weshalb ich dem Konfigurationsbildschirm demnächst einen eigenen Beitrag widme.

Ändern des Benutzerpassworts:      passwd

Mit diesem Befehl lässt sich das Benutzerpasswort verändern. Als Standard ist als Login-User ist „pi“  und als Passwort „raspberry“

Update des Systems durchführen:

Um den Raspberry ordentlich auf den neusten Stand zu bringen, bedarf es ein paar mehr Befehle, welche alle mit admin-Rechte ausgeführt werden müssen:

Neueinlesen der Paketliste:                sudo apt-get update

Installierte Pakete updaten:                sudo apt-get upgrade

Neustart:                                            sudo reboot

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ACHTUNG: Nur für erfahrende Nutzer – kann zu Problemen führen, FW-Update für den „Normal-User“ meistens nicht notwendig

Firmware-Update-Toll installieren:      sudo apt-get install rpi-update

Firmware-Update durchführen:          sudo rpi-update

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Rechte und Besitzer von Dateien und Ordnern

Ändern der Rechte:      chmod

Hiermit lassen sich die Rechte einer Datei oder eines Verzeichnisses ändern. Zu diesem Befehl gibt es einige Optionen:

OptionBeschreibung
-RRekursive: u00c4ndert die Rechte fu00fcr Dateien und Ordnern mit deren Unterordnern
-vverbose: Ausgabe einer Diagnose fu00fcr jede Rechteverarbeitung
-cchanges: wie verbose, gibt jedoch nur Meldung bei u00c4nderung
-fsilent: u00dcnterdru00fcckt alle Fehlermeldungen

Die Rechte selbst vergibt man am einfachsten mit Zahlen (auch Oktal-Modus) genannt. Durch drei Stellen kann man die Rechte vollständig beschreiben: Die erste Stelle gibt die Rechte des Besitzers an, die zweite Stelle die der Gruppe und die dritte Stelle die Rechte für alle anderen. Pro Stelle werden die Rechte zusammen addiert:

  • 4 = lesen
  • 2 = schreiben
  • 1 = ausführen

Gibt dem Ordner „log_archive“ und deren Unterordner jedem vollständige Rechte. Weitere Infos hier (ubuntuusers.de).

Ändern des Besitzers / der Gruppe:     chown

Hier gibt es die gleichen Optionen wie bei chmod (-R; -c; -v; -f).

Der Ordner „log_archive“ wird nun dem Besitzer „fhem“ und der Gruppe „dialout“ zugeordnet. Weitere Infos (ubuntuusers.de).

Netzwerbefehle:

Abfrage der IP-Adresse:                      ipconfig

Mit diesem Befehl lässt sich die IP-Adresse des Raspberrys abfragen. Für eine feste IP-Adresse muss man eine kleine Änderung in /etc/network/Interfaces vornehmen. Das dafür benötigte Vorgehen habe ich einen extra Beitrag spendiert.

SSH-Verbindung aufbauen:                ssh pi@192.168.2.110

Mit dem Befehl „ssh“ lässt sich eine SSH-Verbindung zum Raspberry aufbauen. Vorausgesetzt SSH wurde im Konfigurationsmenü aktiviert. Eine SSH-Verbindung vereinfacht die Bedienung des Raspberry immens. Man muss sich erstens nicht immer direkt am Raspberry befinden und zweitesn spart man sich somit eine extra Tastatur, Maus und Bildschirm.

Dateibearbeitung:

Bearbeiten von Dateien:                      sudo nano /Pfad/Datei

Um Dateien bearbeiten zu können gibt es bereits einen Editor den man mit dem Befehl nano aufruft. Je nach Berechtigung kann man einige Dateien nur mit root-Rechten (sudo nano) ändern.


… Liste wird stetig erweitert …

5 Kommentare zu “Nützliche Befehle für den Raspberry

  1. Moin Daniel,

    sehr schöne kleine Liste von nützlichen Befehlen !

    Allerdings würde ich rpi-update nicht erwähnen oder einen dicken Disclaimer reinschreiben, dass man das nur machen sollte wenn man neue FW, die noch nicht im existierenden Raspian Image steckt, unbedingt braucht. Auch sollte man wissen, wie man die FW wieder rausschmeisst wenn es mit der Probleme gibt. Es kommt leider immer wieder vor dass Anfänger diesen FW-Update machen und sich dabei ihr Image zerschiessen :-/

    Cu framp

    • Hallo,
      danke für den Hinweis. Habe den Beitrag ergänzt. Hast womöglich recht, dass es für Anfänger eher nicht geeignet ist.
      Gruß Daniel

  2. Moin Daniel,

    ich würde das ehrlich gesagt ganz rausnehmen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

    BTW: Ich habe von Deinem Update nur mitbekommen weil ich heute Abend noch mal vorbeigesehen habe. Deine Confirmation eMail bzgl Notification habe ich bestätigt – aber trotzdem keine Update eMail bekommen :-((

    Cu framp

    • Danke für den Hinweis, habe mehrere Plugins dafür getestet und dachte, dass dieses nun funktioniert. Anscheinend nicht. Habe nun mal ein anderes Plugin aktiviert.
      Gruß Daniel

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