Vorbereitung: Virtuelle Maschine einrichten

Die späteren Sensorknoten lassen sich am besten unter einem Linux-Betriebssystem einrichten. Auch das Riot Betriebssystem selber kann auf Linux-Systemen am besten seinen kompletten Umfang entfalten. Entweder arbeitet man direkt auf einem Linux-Computer oder man richtet sich eine virtuelle Maschine ein. Dieser Beitrag wird sich deswegen eher auf die Anfänger unter euch richten, welche noch nie eine virtuelle Maschine eingerichtet bzw. ein Ubuntu-System aufgesetzt haben. In diesem Beitrag erkläre ich euch deswegen, wie ihr eine virtuelle Maschine mit dem Betriebssystem Ubuntu einrichtet. 

Virtuelle Maschine einrichten

Ich persönlich habe mir für Riot OS eine virtuelle Maschine mit dem Betriebssystem Ubuntu eingerichtet. Gerade Linux-Anfänger empfehle ich den Einsatz von Ubuntu. Hier. gibt es online genug Tutorials und Hilfen, welche den Start mit Ubuntu erleichtern.

Ich verwende als Programm VirtualBox von Oracle. Das Programm gibt es für die gängigen Betriebssystem wie Windows, Mac OS oder Linux. Zudem kann das Programm kostenlos heruntergeladen und verwendet werden. Downloaden könnt ihr das Programm auf der Homepage zum Programm.

Nach der Installation könnt ihr euch eine neue virtuelle Maschine einrichten. Dazu einfach über das blaue Symbol mit Beschriftung "neu" den Einrichtungsvorgang starten. 

Name und Auswahl des Betriebssystems

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Am Anfang könnt ihr euer virtuellen Maschine einen Namen geben und das gewünschte Betriebssystem auswählen. Das hier ausgewählte Betriebssystem wird jedoch nicht mit installiert. Die Auswahl dient lediglich der Grundstruktur der späteren virtuellen Maschine.

Die nun fertige virtuelle Maschine kann nun leider noch nicht viel. Im Grunde haben wir nun erstmal den Computer aufgebaut. Nun muss das gewünschte Betriebssystem installiert werden. Wie schon erwähnt habe ich mich für Ubuntu entschieden. Um genau zu sein für Ubuntu Server. Das Image für Ubuntu-Server beinhaltet nämlich keine grafische Oberfläche, welche ich im Zusammenhang mit Riot OS sowieso nicht benötige und Ubuntu somit am besten direkt in der Kommandozeile starten soll. 

Herunterladen könnt ihr das Image auf der Homepage von Ubuntu. Ich persönlich habe die Version 17.10 heruntergeladen (Stand Oktober 2017). Nachdem ihr das Image in eurer virtuellen Maschine eingebunden habt, könnt ihr die virtuelle Maschine starten und mit der Installation beginnen. Diese ist im Grunde selbsterklärend und auch von Anfängern gut durchführbar. Sollten dennoch Fragen auftauchen, könnt ihr die folgende Galerie durchblättern oder einfach ein Kommentar hinterlassen.

Image einbinden

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Damit beim starten der virtuellen Maschine die Installation von Ubuntu gestartet werden kann, muss das Installationsmedium eingebunden werden. Dazu einfach das heruntergeladene Image als DVD einbinden.

Nachdem die Installation abgeschlossen ist könnt ihr eure Ubuntu-Installation das erste mal starten. Dazu einfach auf das grüne Symbol mit der Beschriftung "Starten" klicken.

Eure virtuelle Maschine startet nun in einem neuen Fenster. Sobald die virtuelle Maschine gestartet ist könnt ihr euch mit euren Login-Daten einloggen.

Bei der Passworteingabe erscheinen keine Zeichen, also nicht wundern. Nachdem ihr euch eingeloggt habt erscheint die sogenannte Kommandozeile. Sie ist vergleichbar mit der Eingabeaufforderung von Windows. Von hier aus könnt ihr mit eurem Ubuntu-System interagieren und Aktionen ausführen.

Die nun erschienene letzte Zeile nennt man "Prompt". Normalerweise ist diese relativ unspektakulär und farblos. Durch ein paar Anpassungen kann sie jedoch nach seinen eigenen Wünschen angepasst werden.

Netzwerkverbindung herstellen

Damit die virtuelle Maschine später mit dem Internet kommunizieren kann, solltet ihr eure Netzwerkkarte (WLAN oder LAN) der virtuellen Maschine zur Verfügung stellen. Dies könnt ihr über das orange Zahnrad mit der Beschriftung "ändern" machen. 

Über den Reiter "Netzwerk" könnt ihr nun eine Netzwerkbrücke zwischen eurem Host-Computer und der virtuellen Maschine einrichten. 

Prompt personalisieren

Den Prompt kann man durch einen Eintrag in der ".bashrc" anpassen. Für jeden Teil des Prompt gibt es diverse Kürzel. Mit Zusätzlichen Angaben zur Schriftstärke und Farbe lässt sich dann jeder einzelne Teil des Prompts anpassen. 

VariableAusgabe
\tUhrzeit im 24std-Format
\uName des Benutzers
\waktuelles Arbeitsverzeichnis
\$Wenn root ein "#", sonst ein "$"

Durch ein paar zusätzliche Angaben lässt sich dann noch die Schriftfarbe und Schriftart anpassen. Am besten informiert ihr euch dazu auf der Ubuntu-Wiki-Seite zu diesem Thema. Eine gute Erklärung findet ihr auch auf "meinubuntu.de".

Eine fertige Konfiguration könnte dann in etwa so aussehen (Leerzeichen für die Übersicht hinzugefügt):

[e[34;1m][[e[0m]    [e[35;1m]t[e[0m]    [e[34;1m]:[e[0m]    [e[31;1m]u[e[0m]    [e[31;1m]@[e[0m]    [e[32m]w[e[0m]    [e[34;1m]][e[0m]    [e[31;1m]$[e[0m]   

Diese Konfiguration kann man nun in die ".bashrc" eintragen. Dazu mit folgendem Befehl die Datei öffnen:

cd ˜/&& nano .bashrc

Nun am Ende der Datei folgende Zeile hinzufügen:

PS1=’[e[34;1m][[e[0m][e[35;1m]t[e[0m][e[34;1m]:[e[0m][e[31;1m]u[e[0m][e[31;1m]@[e[0m][e[32m]w[e[0m][e[34;1m]][e[0m][e[31;1m]$[e[0m]‘

Die Konfiguration je nach Wunsch anpassen. Nach einem Neustart wird die Änderung wirksam:

Ubuntu ist nun soweit eingerichtet, dass die ersten Schritte mit Riot OS gemacht werden können. Ich hoffe ich konnte euch die Einrichtung verständlich erklären und freue mich, wenn ihr weiter meine Beiträge zum Thema Riot OS verfolgt.


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