USB-Speichermedium am Raspberry einbinden

Der Raspberry benutzt als Hauptspeicher die eingesteckte SD-Karte. Bei den heutigen Preisen ist der Einsatz von SD-Karten bis 64GB keine Seltenheit. An Speicherplatz mangelt es also nicht unbedingt.

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Dennoch kann das Erweitern des Speicherplatzes sinnvoll sein. Sei es wirklich aufgrund von Speicherplatzmangel oder einfach nur um Daten von der internen Speicherkarte extern zu sichern. In diesem Beitrag erkläre ich euch, wie ihr einen externen USB-Speicher auf eurem Raspberry einbindet.

Welcher USB-Speicher?

Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten den Speicher durch ein USB-Gerät zu erweitern. Entweder man verwendet einen einfachen USB-Stick oder eine große externe USB-Festplatte. Der Vorteil eines USB-Sticks ist die Stromversorgung. USB-Sticks ziehen ihren benötigten Strom direkt aus dem USB-Port. Der Raspberry sollte damit keine Probleme haben.

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Setzt man jedoch eine externen Festplatte ein, sollte man darauf achten, dass diese eine eigene Stromversorgung besitzt.

Treiber installieren

Damit auch USB-Speicher im NTFS und HFS+ Format erkannt werden, ist die Installation eines Treibers notwendig. Folgender Befehl bezieht sich auf das Betriebssystem Raspbian, sollte jedoch auch auf vergleichbaren Distributionen funktionieren.

Ich empfehle euch, den USB-Stick vorher auf eurem Hauptrechner (Windows oder Mac) entsprechend zu formatieren, damit ihr später einfach den USB-Stick zwischen eurem Rechner und dem Raspberry wechseln und so Daten austauschen könnt.

Ordner zum Einbinden erstellen

Nach der Treiberinstallation kann der Ordner erstellt werden, in dem der USB-Speicher eingebunden werden soll. Dieser sollte sich im Ordner „media“ befinden:

Jetzt kann der USB-Speicher an den Raspberry angeschlossen werden. Bei Festplatten an die extra Stromversorgung denken. Mit folgendem Befehl kann man sich dann alle Speicherpartitionen anzeigen lassen:

USBStick anzeigen

Wie man erkennt, wird der USB-Stick als Device „/dev/sda1“ angezeigt. Der Typ ist in diesem Fall „ntfs“ und der Name „USB-Stick“.

USB-Sticks werden meistens als „sda“ angezeigt. Bei einer externen Festplatte kann unter Umständen auch „hd“ angezeigt werden.

Für das Einbinden ist der Device-Pfad und die UUID wichtig. In diesem Fall also „/dev/sda1“ mit der UUID „5A4804AB480487C9“

Mit diesen Daten können wir nun mit dem eigentlichen Einbinden starten. Je nach Dateisystem ist da ein entsprechender Befehl notwendig:

DateisystemBefehl
FAT32sudo mount -t vfat -o utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime /dev/sda /media/USBStick
NTFSsudo mount -t ntfs-3g -o utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime /dev/sda /media/USBStick
HFS+sudo mount -t hfsplus -o utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime /dev/sda /media/USBStick
exFATsudo mount -t exfat -o utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime /dev/sda /media/USBStick
ext4sudo mount -t ext4 -o defaults /dev/sda /media/USBStick

Mit den Angaben nach „-o“ lassen sich Optionen beim Einbinden übergeben. In oben genannten Fälle werden folgende Optionen übergeben:

utf8
Gibt den Zeichensatz an, die für Dateinamen verwendet werden darf. In diesem Fall der UTF-8-Zeichensatz, der unteranderem auch Umlaute erlaubt.

uid=Daniel,gid=Daniel
Hier lässt sich einstellen, welchem Benutzer das Speichermedium zugewiesen wird. Da ich den Benutzer „pi“ gelöscht habe, habe ich hier meinen Benutzer „Daniel“ mit der gleichnamigen Gruppe eingetragen.

noatime
Dies verhindert das abspeichern der Dateizugriffzeiten und verringert somit die Schreiboperationen auf dem Speichermedium

defaults
Übergibt die Optionen rw, suid, dev, exec, auto, nouser und async. Mehr zu diesen Optionen erfahrt ihr auf der ubuntuusersWiki. https://wiki.ubuntuusers.de/mount/

Erscheint keine Fehlermeldung, sollte das Einbinden geklappt haben. Optional kann der Befehl einfach nochmal ausgeführt werden. Es erscheint dann eine Meldung, dass das Device bereits eingebunden ist.

Oder man listet sich kurz den Inhalt des USB-Sticks auf:

Dies klappt jedoch nur, wenn bereits Dateien auf den Stick gespeichert sind.

USB Stick einbinden

Automatisches Einbinden beim Systemstart

Das Speichermedium wurde nun manuell eingebunden. Nach einem Systemstart ist dies jedoch nicht mehr der Fall und das Medium muss erneut manuell eingebunden werden.

Abhilfe schafft da ein Eintrag in den Autostart. Dazu wird die Datei „fstab“ mit dem Editor geöffnet:

Je nach Dateisystem wird nun am Ende der Datei die entsprechende Zeile hinzugefügt:

DateisystemBefehl
FAT32UUID=3241-40CE /media/usbstick/ vfat utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime 0
NTFSUUID=3241-40CE /media/usbstick/ ntfs-3g utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime 0
HFS+UUID=3241-40CE /media/usbstick/ hfsplus utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime 0
exFATUUID=3241-40CE /media/usbstick/ exfat utf8,uid=Daniel,gid=Daniel,noatime 0
ext4UUID=3241-40CE /media/usbstick/ ext4 defaults 0

Mit „Strg+X“ und „J“ wird die Datei dann gespeichert und der Editor verlassen.

Wer es testen möchte, kann nun den Raspberry neu starten:

und erneut überprüfen, ob das Einbinden geklappt hat.

Speichermedium auswerfen

Ähnlich wie bei Windows, kann auch unter Linus ein Speichermedium wieder ausgeworfen werden. Dies geschieht über den Ordner, in dem das Speichermedium eingebunden wurde.

Der USB-Stick wurde nun ausgeworfen und kann vom Raspberry entfernt werden.

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