ESP Easy mit Mac OS flashen

ESP Easy hat sich als Konfigurations-Software für Sensoren innerhalb von FHEM bereits gut etabliert. Das Flashen ist dank dem mitgelifertem ESP-Tool sehr einfach und das Einbinden in FHEM geht auch ohne Probleme - solange man sich auf einem Windows Rechner befindet. Den genau hier liegt das Problem. Ich persönlich und bestimmt auch einige von euch benutzen Mac OS. Seit dem ich seit paar Wochen nun meinen alten Windows Laptop verkauft habe, stehe ich vor dem Problem neue ESP Easy Sensoren zu flashen. 

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie ihr ESP Easy auf Boards flashen könnt unter Verwendung von Mac OS. 

Vorbereitung

ESP Easy herunterladen

Zunächst solltet ihr euch die neueste Version von ESP Easy herunterladen. Im heruntergeladenen ZIP-File befindet sich die bin-Datei, welche auf das Board geflasht werden soll. Die Datei ist abhängig von des Boards. Für die WeMos-Boards ist dies die "ESP_Easy_v2.0-20180306_normal_ESP8266_4096.bin". Diese Datei kopiert ihr nun und nennt sie in einen einfacheren Namen um. Zum Beispiel "esp.bin". 

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Flash-Tool für Mac herunterladen

Da wir das mitgelieferte Flash-Tool (esptool.exe) leider nicht verwenden können, müssen wir ein Tool für Mac OS herunterladen. Dies könnt ihr auf Github herunterladen. Die heruntergeladenen Dateien packt ihr am besten in den selber Ordner wie die oben erwähnte bin-Datei. Das benötigte Flash-Tool lautet "esptool.py".

Benötigte Pakete installieren

Für die Verwendung des Flash-Tools sind die Pakete "Python" und "PySerial" notwendig. "Python" ist auf Mac OS bereits vorinstalliert. Das Paket "PySerial" kann auf folgender Seite heruntergeladen werden. Aktuell ist es die Version 3.4. Die Datei "pyserial-3.4.tar.gz" am besten ebenfalls in den Ordner verschieben.

Für die Installation öffnen wir nun ein Terminal-Fenster. Das Terminal findet ihr auf Mac OS unter Dienstprogramme. Mit folgendem Befehl wird nun in den Ordner mit den ganzen Dateien gewechselt. 

cd Projekt/MacESP

In diesem Fall befinden sich alle Dateien im Unterordner "MacESP", welcher im Ordner "Projekt" liegt. Dieser Ordner liegt wiederum im Benutzerordner. Solltet ihr den genauen Pfad eures Ordners nicht kennen, so könnt ihr durch ein Rechtsklick auf den Ordner und einer gedrückten "control"-Taste den Pfadnamen des Ordners kopieren und im Terminal-Fenster einfügen.

Mit folgenden Befehlen kann das Paket nun entpackt und installiert werden.

tar -xzf pyserial-3.4.tar.gz
sudo python setup.py install

Die benötigten Pakete sind nun installiert und man kann mit dem Flashen beginnen.

Flashen

Zum Flashen müssen wir zunächst den Namen und Pfad des Boards herausfinden. Dazu wird das Board an den Mac per USB angeschlossen. Mit folgendem Befehl kann man sich nun alle Geräte auflisten.

ls /dev/tty.*

In meinem Fall lautet der Name bzw. der. Pfad "/dev/tty.wchusbserial1460". Mit dieser Information können wir nun mit das Flashen starten. Dazu müssen wir uns im entsprechenden Ordner (MacESP) befinden.

sudo ./esptool.py --port /dev/tty.wchusbserial1460 write_flash 0x00000 esp.bin

Das Flashen wird nun gestartet:

Nach dem Flashen kann das Board durch den Reset-Button oder durch kappen der Stromzufuhr neu gestartet werden. Das Board baut nun den WLAN-Accesspoint auf und es kann die Einrichtung durchgeführt werden. Mehr dazu auf meinem Blog-Beitrag.

Zwar hat dieses Tool keine hübsche grafische Oberfläche. Dennoch kann man auch unter Mac OS ESP Easy relativ einfach flashen. Immer noch besser eine Virtuelle Maschine mit Windows einzurichten.

Tipp:

Der Prozess kann nun etwas vereinfacht werden, danke an Klaus für den Tipp. Mehr Infos dazu im Kommentar von Klaus.

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Klaus

Vielen Dank, hat hervorragend geklappt. Es geht inzwischen sogar noch einfacher weil man mit
sudo pip install esptool das esptool installieren kann und mit sudo pip install pyserial die evtl. fehlende
serielle Erweiterung. Dann braucht man esptool.py nicht mehr im aktuellen Verzeichnis haben und kann
es direkt mit sudo esptool.py --port ... aufrufen.
Aber dieser Artikel hat mich auf die Spur gebracht, deshalb nochmal: Danke!