ESP Easy – Weboberfläche zur Konfiguration von ESP8266-Chips

Wie ich bereits in mehreren Blog-Beiträgen erwähnt habe, ist der ESP8266-Chip ein echtes Schmuckstück unter den Chips 😉
Mit ihm lassen sich zum Beispiel Sensoren/Aktoren ins eigene WLAN-Netz einbinden und so in FHEM integrieren ohne ein lästiges Kabel zum Raspberry verlegen zu müssen.

Mit ESP Easy ist nun noch leichter seine Schaltungen, die über einen ESP8266-Chip verfügen zu konfigurieren. Zum Einsatz können zum Beispiel die WeMos-Boards kommen. Diese sind relativ preiswert und es gibt eine Vielzahl an Hucke-Pack-Platinen.

Letzte Aktualisierung am 18.11.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

ESP Easy ist eine Webbasierte Oberfläche die direkt auf dem ESP8266-Board läuft. Durch ihr lässt sich der Chip ohne Programmier-Kenntnisse konfigurieren und die angeschlossenen Sensoren/Aktoren einstellen.

ESP Easy auf den ESP8266 flashen

Die benötigte Firmware für den ESP8266-Chip lässt sich auf www.letscontrolit.com herunterladen. Am unteren Ende der Seite findet man den Link zur benötigten Firmware.

Im entpackten ZIP-Archive (zum Zeitpunkt der Erstellung: EasyESP_R78) erhält man nun die benötigten Dateien. Das Programm zum Flaschen ist mit dabei. Das Flashen wir durch Öffnen der Datei „flash.cmd“ gestartet. Es öffnet sich ein Konsolenfenster. Bevor das Flaschen beginnt, müssen noch drei kleine Fragen beantwortet werden:

Abgefragt wird der COM-Port unter dem das Board zu finden ist. Des Weiteren wird nach der der Größe des Flash-Speichers gefragt. Diese bezieht sich auf den zu programmierenden ESP8266-Chip. Bei den WeMos-Boards ist dies zum Beispiel 4096 Bytes. Zum Schluss wird noch nach der gewünschten Build-Nummer gefragt.

Stand 28.09.2016: Build 120

Mehr Infos zum Flash Vorgang:

http://www.letscontrolit.com/wiki/index.php/Tutorial_ESPEasy_Firmware_Upload

ESP Easy konfigurieren

Nachdem das Flashen erfolgreich abgeschlossen wurde, sollte das Board neu gestartet werden. Der ESP-Chip baut nun sein eigenen WLAN-Access-Point mit dem Namen „ESP_0“ und der IP-Adresse 192.168.2.1 auf. Zur Konfiguration muss man sich mit diesem Netzwerk verbinden.

Der Netzwerkschlüssel lautet „configesp“. Hat man sich erfolgreich verbunden öffnet sich beim öffnen des Internet-Browsers die Konfigurationsseite von ESP Easy. Bei einigen meiner Boards hat dies jedoch nicht immer geklappt. Auch das direkte aufrufen der Konfigurationsseite http://192.168.4.1/setup hat nichts gebracht. Erst das Verbinden mit dem Netzwerk über ein Smartphone hat zu einem Erfolg geführt. Beim Smartphone hat sich sofort nach dem Verbinden die Konfigurationsseite direkt geöffnet.

Auf der Konfigurationsseite kann man nun damit beginnen, den Chip mit seinem eigenen WLAN-Netz zu verbinden.

Anschließend kann man sich wieder mit seinem eigene WLAN verbinden. Der ESP-Chip bekommt nun vom Router seine eigene IP-Adresse. Diese benötigt man, um auf die Konfigurationsseite von ESP Easy zu kommen.

In meinem Fall ist es dir 192.168.2.113. Durch Eingabe der IP-Adresse im Internetbrowser gelangt man auf die Konfigurationsseite.

Auf der Startseite erhält man die Systeminfos.

Über den Reiter „Config“ lässt sich das Board konfigurieren. Hier lässt sich zum Beispiel der Name des Boards anpassen. Aber auch WLAN-Einstellungen kann man hier vornehmen. Wichtig ist hier, dass jeder Chip auf dem ESP Easy läuft, eine eindeutige und einmalige „Unit nr“ zwischen 1-31 erhält.

Unter „Hardware“ lassen sich die Pins des Boards konfigurieren. Dies ist hilfreich, wenn Sensoren direkt am Board angeschlossen werden.

Unter „Devices“ lassen sich Shields bzw. direkt angeschlossene Sensoren konfigurieren.

Aber dazu in anderen Beiträgen mehr. Ich hoffe ich konnte euch helfen, ESP Easy zum laufen zu bekommen. In späteren Beiträge werde ich tiefer auf die Device-Konfiguration eingehen und ihr werdet merken, wie leicht es ist Sensoren mit ESP Easy zu konfigurieren.

ESPEasy-Devices in meiner FHEM Live-Demo

Wer einen besseren Einblick in die ESPEasy-Devices bekommen möchte, dem empfehle ich einen Besuch bei meiner FHEM Live-Demo. Da sind einige an ESPEasy-Devices zu finden. Zum Beispiel meine WeMos-Sensoren im Raum "WeMos".

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8 Kommentare auf "ESP Easy – Weboberfläche zur Konfiguration von ESP8266-Chips"

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Spike
Gast
Spike

Hallo Daniel,

tolle Beschreibung, bin gerade beim Einrichten. Ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen, der Netzwerkschlüssel für die Ersteinrichtung ist aber nicht „epsconfig“ sondern „configesp“. Vielleicht liegt es an der Version, ich habe mitr gerade „R108“ runtergeladen.

Bin noch am Testen, aber sonst, wie gesagt super.

Gruß Spike

Martin Rauschmair
Gast
Martin Rauschmair

Hallo Daniel, danke für das Video!!! Kann man auf einem Wemos 3 Relais huckpack nehmen und seperat schalten? Gruss martin

Rudi
Gast
Hallo Daniel, super Anleitung. Mein Board ist nun im System verfügbar. Jetzt folgende Frage: Ich habe eine alte Solarlampe aus dem Garten geschlachtet. Das Solarmodul bringt bei voller Bestrahlung max. 3V. Ich würde das gerne an mein nanomcu Board hänge und die Sonnenbestrahlung messen um bei Temperaturen über 25 Grad und einer Gewissen Bestrahlung (muss noch ausgetestet werden) meine Rollläden zur Abschattung runterzufahren. Leider habe ich bisher nichts gefunden, ob und wie ich das Modul anschließen kann. Ich vermute, Masse an Masse und die positive Ausgangsspannung des Solarmoduls an A0. Wie muss ich das dann in der Weboberfläche von EasyESP… weiterlesen »
Dummbatz
Gast
Dummbatz

Hallo Daniel,

Kleiner TIP falls es nicht gelingt den eigenen AP zu erwischen.
Man kann über die Arduino IDE den seriellen Monitor starten (nach dem flashen) und dort den Baustein gleich mit den Daten des eigenen Netzes versorgen.

Beispiel

IP XXX.XXX.XXX.XXX <– Soltte eine IP passend zum Netzwerk sein

Dann per " Wifiscan " die SSID ermitteln und per "WifiSSID “ eingeben.

danach “ Wifikey “ und “ Wificonnect “ wenn Verbindung steht ein Save und die Sache ist erledigt.

Synatax ist von hier: https://www.letscontrolit.com/wiki/index.php/ESPEasy_Command_Reference

Grüße

Dummbatz

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