Anwesenheitssimulation – zufälliges Schalten von Licht

Gerade in der dunkel Jahreszeit kommt es immer häufiger zu Einbrüchen. Licht ist dabei ein gute Abschreckung für Einbrecher. Aber was ist, wenn man nicht zuhause ist? Das Licht einfach an lassen? Eher nicht. Einbrecherbanden sind immer besser organisiert und beginnen damit potentielle Objekte zu beobachten. Ein Dauerlicht wird dabei schnell als „ungefährlich“ enttarnt.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einfacher Zeitschaltuhren. Doch auch ein immer gleicher Zyklus kann relativ einfach durch Beobachtung erkannt werden und daraus geschlossen werden, dass die Bewohner nicht zuhause sind.

Anstatt sich eine teure Alarmanlage zuzulegen oder einen Wachhund anzuschaffen, ist eine zufällige Lichtsteuerung eine Alternative.

Mit FHEM und schaltbarem Licht, wie zum Beispiel die MiLight-LED-Lampen oder jede andere Lichtquelle, welche über eine Funksteckdose gesteuert werden kann, geht dies relativ einfach und ist kostengünstig.

In diesem Beitrag erkläre ich euch, wie ihr eine zufällige Lichtsteuerung am einfachsten realisieren könnt.

zufällige Schaltvorgänge innerhalb eines Zeitraumes

Die beste Möglichkeit ist das zufällige Schalten innerhalb eines Zeitfensters.

Möglich macht dies das Hilfsmodul „RandomTimer“. Es besitzt folgende Syntax:

Um zum Beispiel die Papierlampe im Wohnzimmer ab Sonnenuntergang bis sechs Stunden nach Sonnenuntergang zufällig zu schalten, ergibt sich folgender Befehl:

randomtimer FHEM

Der Zufall steckt hier zum Einen in der 600 und zum Anderen im automatisch hinzugefügtem Attribut „switchmode“. Die 600 bestimmt den Zeitpunkt in Sekunden in der geschaltet werden soll. In diesem Fall wird also alle 600 Sekunden geschaltet.

Dies klingt zunächst nicht sehr zufällig. Der Schaltvorgang wird deswegen mit einer Toleranz von +-10% ausgeführt. Ein Beobachter von Außen wird dies jedoch nicht groß feststellen, weshalb man hier noch nicht groß von „zufällig“ reden kann. Deshalb das Attribut „switchmode“. Dieses Attribut legt den Zufall fest, mit der der Schaltbefehl wirklich gesendet wird. Standardmäßig ist dieser auf 800/200 festgesetzt.

Die erste Ziffer (800) beschreibt hier die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät angeschaltet wird, wenn es ausgeschaltet ist. Der zweite Wert die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät ausgeschaltet wird, wenn angeschaltet ist.

In diesem Fall, wird das Gerät also alle 600 Sekunden mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% (800/1000) eingeschaltet, wenn es ausgeschaltet war und mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% (200/1000) aus, wenn es eingeschaltet war.

Und keine Angst, das Licht wird auch nicht immer zum eingestellten Zeitpunkt ausgeschaltet. Im oben genannten Beispiel ist als Zeitfenster Ende der Sonnenuntergang + 6 Stunden eingestellt. Bei einem Sonnenuntergang um 17 Uhr endet das Zeitfenster also um 23 Uhr. Um hier das Erkennen eines Musters zu unterbinden, ist eine Zeitverzögerung in der Höhe bis zur eingestellten „timeToSwitch“-Zeit (600 Sekunden) eingebaut, die wiederum die +-10%-Toleranz besitzt.

Durch diese Toleranz und der Wahrscheinlichkeit, lässt sich perfekt eine zufällige Lichtschaltung realisieren.

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